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Zwei Singles mit Niveau

Blur Frontmann, Damon Albarn und Cartoon Künstler Jamie Hewlett beschlossen im Jahr 1990 ihre bisherigen Beschäftigungen beiseite zu legen und eine imaginäre Musikgruppe zu erschaffen. Nachdem Hewlett seinen Kult Comic Tank Girl an MGM verkauft und Albarn seine Nerven für Band Streitereien verbraucht hatte, zogen die beiden ledigen Männer zusammen in eine Wohnung im Londoner Viertel Kensington und widmeten sich ihrem neuen Projekt. Die Charaktere Murdoc Niccals, 2-D, Russell Hobbs & Noodle hatten nicht nur ein einzigartiges Cartoon Erscheinungsbild, sondern auch eine ganz individuelle Vorgeschichte. Ihr erster Auftritt, der gleichzeitig mit ihrem ersten Release Ghost Train getaktet war, endete nach Erzählungen, in einem Aufstand. In Wirklichkeit aber mit dem Unterzeichnen eines Vertrages bei EMI Records.

Ein ganz eigenes Universum

1998 fingen die Aufnahmen des ersten Studioalbums an und dauerten bis zum Jahr 2000. Dan The Automator (Dr.Octagon) und Primal Screams XTRMNTR produzierten Albarn’s neue Vision und flogen dafür sogar bis ins GeeJam Studio nach Jamaika. Tina Weymouth (Talking Heads), Ibrahim Ferrer, Kid Koala und Miho Hatori wurden eingeladen um Teil eines elektrisierenden Albums zu werden, das mit Einflüssen aus Hip Hop, Trip-Hop, Dub und Pop vom Rolling Stone Magazin zum besten Album des Jahres 2001 ausgezeichnet wurde. Für das Musikvideo von Clint Eastwood wurden die vier Bandmitglieder neben Zombie Gorillas und dem Rapper "Dead’’ von einem 25-köpfigen Team in vier Monaten animiert. Nach einem Kollaborations-Album mit Spacemonkeyz erschien vier Jahre später das Album Demos Days, das von Kritikern hoch gelobt wurde und sich millionenfach verkaufte. Auf der Suche nach einem neuen Unterschlupf entdeckte Murdoc eine Insel mitten im Ozean, die komplett aus zusammengeklebten Müllhalden bestand. Er sprühte die Insel knallrosa an und nutzte das Versicherungsgeld, um darauf ein neues Gorillaz-Hauptquartier zu bauen und die Insel in Plastic Beach umzubenennen. Während er auf der Insel lebte, begann Murdoc mit dem Schreiben und Zusammenstellen des Konzepts für das dritte Gorillaz-Vinyl, musste aber seine Bandkollegen neu zusammenstellen. Die Band nahm das ganze Jahr 2016 hindurch im Studio 13, Murdocs geheimem neuen Studio in London, auf und stellte 2017 schließlich ihr erstes Album seit 7 Jahren, Humanz, fertig. Murdoc beschloss, das Album zu veröffentlichen, indem er “die Party zum Ende aller Partys” in einem Spukhaus in Detroit, dem “Spirit House”, veranstaltete. Als die Band im Musikvideo zu Saturnz Barz zum ersten Mal in dem Haus ankam, wurden sie von drei Dämonen heimgesucht. Die Maschine (die sich als Song Machine entpuppte) wurde am 28. Januar aktiviert. Am darauffolgenden Tag kündigte die Band ihr nächstes Projekt an, The Song Machine, eine multimediale Serie von Songs/Musikvideos, die in Episoden bis 2020 als sich ständig aktualisierende Playlist über Streaming-Dienste veröffentlicht wird. (Gibt’s aber auch als Vinyl) The Now Now enthält sowohl Elemente von 1980er New Wave und Yacht Soul als auch den luftigen Synth-Pop-Stil, der mit dem früheren Album Plastic Beach der Gorillaz verglichen wurde. Albarn’s Texte seien „introspektiver“, da er sich von den “schlechten Einflüssen” des 2017er Albums Humanz entfernt habe.

Eine unendliche Geschichte

Albarn hatte nach seinem Break Up mit Blur das Bedürfnis, eine bestimmte Art von Popmusik zu machen. Seine Inspiration dafür waren Bands wie Big Audio Dynamite, The Specials und Massive Attack. Mit Gorillaz haben Albarn und Hewlett eine ganz eigene Geschichte für die vier Charaktere kreiert, die immer weiter auf Entdeckungsreise gehen können, ohne dem anstrengenden Live-Touring oder dem Eingriff ins Privatleben ausgesetzt zu sein. Cartoon Bands wie The Archies, Josie and the Pussycats oder Alvin & The Chipmunks spielten mit dem Medium bereits in the späten 60er und 70er Jahren, doch Gorillaz erweiterte das Konzept und erschuf ein ganz eigenes Universum rund um die Band, die seit mehr als zwei Dekaden wundervoll verrückte Popmusik produziert. Neben einer Bandbreite an Musikstilen bieten sie auch weitreichende Kollaborationen mit Musikern und widersetzen sich seither allen Regeln der Kunst.