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Finna - Zartcore
Tracklist
A1D.I.Y. (Intro)
A2Zartcore
A3Papierkrieg
A4Klimakrise (Skit)
A5Vaporizer
A6Love Für Den Zweifel
A7Staying Soft Feat. Sayes & Mino Riot
B1Wenn Ich Ich Bin
B2Overscheiß
B3Slutpride Feat. Saskia Lavaux
B4Mudda
B5Vdazv
B6Zurück Zu Dir

Zartcore

Audiolith | Artikel-Nr: 904183
Vinyl LP | 2022 / EU – Original | Neuware
23,99 €
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Artikelbeschreibung
"Verlier die Angst zu verlieren!" Es sind Zeilen wie diese, die exemplarisch für Finnas Musik
stehen. Die Songs der Hamburger Rapperin, Sängerin, Produzentin und Aktivistin verkörpern
schonungslose Selbstakzeptanz und Empowerment. Sie kommen mit einer fast schon punkig
anmutenden DIY-Power daher und machen HipHop zugleich wieder weich - „Zartcore“, der
Name ihres Debütalbums hätte nicht besser gewählt sein können. Mit 13 intensiven Songs
beweist sie darauf, warum Sensibilität und Empathie ihre größten Stärken sind – sei es in der
Musik, in Beziehungen, als Mutter oder im Gespräch mit sich selbst.
Doch hinter diesen kraftvollen Zeilen stehen Erkenntnisse, die der Hamburgerin früher
fehlen. Sie selbst sein und sich dafür feiern und lieben erscheint ihr als Jugendliche
unvorstellbar. Bei einem TextLab vom Hamburger RockCity e.V. trifft sie auf sookee und
findet in der Rapperin ein wichtiges Vorbild, das politischen Anspruch und Musik vereint.
„Musik ist Politik“, Finnas Debütsingle, macht genau das zur Ansage: Nichts auf der Welt ist
unpolitisch – und Musik schon gar nicht. Mit dem Song und einem in einer Nacht-und-NebelAktion mit Rap-Kollegin Rahsa gedrehten Musikvideo bewirbt sie sich beim Hamburger
Musikpreis „Krach und Getöse“ – und gewinnt. Der Award ermöglicht ihr zum einen tiefe
Einblicke in die Musikindustrie sowie den Aufbau eigener professioneller Strukturen. Plötzlich
findet sich Finna auf dem Radar der Pop- und HipHop-Szene wieder. Über Nacht spielt sie
auf immer größeren Bühnen, reist für Aufnahmen nach Finnland und wird zum neuen
Shootingstar der feministischen Musiklandschaft in Deutschland. Ein großer Erfolg – aber
auch ein Fluch für die Künstlerin. Wie befremdlich ihr die Maskeraden der Popmusikbranche
sind, verarbeitet sie in ihrer zweiten Single „Cool ist mir zu kalt“. Finna lässt diese Zeit Revue
passieren: „Der Song ist ein Zeugnis meiner damaligen Gefühlswelt: Ich habe mich total
verloren gefühlt und gleichzeitig versucht, 1.000 Leuten gerecht zu werden, ständig in
Kontakt und sichtbar zu sein. Ich stehe bis heute total hinter dem Song, verbinde aber viele
negative Erinnerungen mit dem Track und dem Video.“ Finna teilt sich zum Spektrum
Festival die Stage mit HipHop-Größen wie SXTN, doch danach ist Schluss: Ihre psychische
Gesundheit verschlechtert sich, der einzige Weg bleibt die Einweisung in eine psychiatrische
Klinik. Für mehrere Jahre kehrt Finna der Bühne den Rücken. Eine der wichtigsten
Erfahrungen für die MC: Ein großer Teil ihrer musikalischen Begleiter*innen bleibt dennoch
an ihrer Seite, begleitet sie freundschaftlich bei ihrem Kampf und auf dem Weg zurück ans
Mikrofon. Finna spricht über diese Zeit völlig offen, in Interviews, aber auch auf ihren
Konzerten. „Mir ist es zum einen wichtig, ehrlich zu sein und psychische Erkrankungen zu
entstigmatisieren“, erklärt sie. „Ich finde aber auch, dass psychische Krankheiten heute zu oft
glorifiziert werden. Eine Depression oder eine Psychose sind kein kreativ-inspirierender
Mindstate – sondern einfach richtig, richtig scheiße. Ich finde die Erzählung, dass man leiden
muss, um gute Musik zu machen, total gefährlich.“ Auch im Buch „nicht gesellschaftsfähig“
von Sandra Strauß und Schwarwel schreibt sie einen Gastbeitrag über diese Zeit.
2020 veröffentlicht Finna ihre erste neue Single nach dem Klinikaufenthalt.
„Overscheiß“ thematisiert den gesellschaftlichen Umgang mit Mehrgewichtigen: „Das erste,
was die Leute mir schrieben, als ich auf Social Media zurück war, war: Die ist fett geworden.
Ich bekam so viel Hass und irgendwelche Tipps für Diäten. Diese Oberflächlichkeit wollte ich
in meinem ersten neuen Track aufgreifen.“ Mit „Overscheiß“ nimmt sie diesen Menschen den
Wind aus den Segeln – und schafft eine Hymne für mehr Body Positivity. Neben der Arbeit
an eigenen Songs gibt die Künstlerin Workshops und ist in der queeren Jugendarbeit aktiv.
Mit ihrem HipHop-Kollektiv Fe*male Treasure hat sie ein Netzwerk auf die Beine gestellt, in
dem sich aufstrebende Rapperinnen aus dem deutschsprachigen Raum supporten und
gemeinsam wachsen. Damit hat sie sich letztlich eigene Strukturen geschaffen, ein
Gegenbild zur oberflächlichen und von Konkurrenz geprägten Musikindustrie. 2021 schickt
sie außerdem die „Tour d’Amour“ auf den Weg, um Geflüchtete in Griechenland mit
Sachspenden zu versorgen und gewinnt damit den Preis für Popkultur. „Musik ist Politik“, die
Botschaft ihrer allerersten Single, hat Finna bis heute verinnerlicht.
Auch ihr Debütalbum „Zartcore“ transportiert dieses Mantra – und erweitert es um eine
Komponente, die in Finnas Leben und Musik eine wichtige Rolle spielt: Sensibilität als Stärke
statt als Schwäche zu begreifen. Und das auch im Rap-Genre. „Komm in meine Welt, hier ist
alles Zartcore“ singt Finna auf dem Titeltrack des Longplayers und zeigt, was das bedeutet:
Sich selbst genug sein, Gefühle zulassen, Psychohygiene und Pausen machen. Vor allem
dem Druck von außen und innen standhalten. So ermutigt Finna auf „VDAZV“ sich vom
Leistungsdruck nicht unterkriegen zu lassen und stattdessen ein eigenes Tempo für sich zu
finden. Auch auf „Mudda“ berichtet die Rapperin von gesellschaftlichen Erwartungen, die an
sie als Mutter herangetragen werden – und sie in einem Atemzug von sich weist: „Ich bin
trotzdem wer ich bin, nur jetzt halt mit Kind“. Einen spannenden Kontrast zu diesen
nachdenklichen Zeilen liefert sie mit Songs wie „Slutpride“, einer queerfeministischen und
sexpositiven Hymne mit der großartigen Sängerin Saskia Lavaux von Schrottgrenze. Lust
und Zärtlichkeit, ob poly, pan oder in Zweisamkeit, kommen bei ihnen nicht ohne Konsens
aus. Die Beats auf dem Album produzierte Finna gemeinsam mit Beatmaker Spoke (Slomo
Studio) selbst. So kreiert Finna ein persönliches, aktivistisches D.I.Y.- Werk voller Tiefe und
Zartheit, das am 20. Mai 2022 über das Hamburger Label Audiolith erscheint. Nachdem sie
bereits die Singles „Overscheiß“, „Wenn ich ich bin“, „Staying Soft“ und „Papierkrieg“
veröffentlichte, steht am 17. März der Fokustrack „Zartcore“ an, welcher mit einem
Musikvideo von Arvid Wünsch erscheint.
Auch Live stehen für Finna dieses Jahr große Pläne an. Bei Auftritten mit ihrem queerfeministischen Kollektiv Fe*male Treasure kreiert sie mit u. A. Mariybu, Wikiriot und
Queenwho einen musikalischen Safe Space. Im Herbst 2022 bringt die Hamburgerin dann
mit der „Zartcore Tour“ ihr Debütalbum auf die Bretter, die ihr die Welt bedeuten
Artikeldetails
Artikel-Nr:904183
Artist:Finna
Titel:Zartcore
Label:Audiolith
Katalog-Nr:8957
Format:Vinyl LP, Vinyl, LP
Pressung:EU – Original
Release Date:2022
Genre:Hip Hop
Style:Deutscher Hip Hop
Erhältlich seit:19.05.2022
Zustand:Neuware
Preis:23,99 €
Gewicht:250g (plus 250g Verpackung)
Andere erhältliche Formate
Tracklist
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