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Daft Punk Vinyl, CD & Tape 10 Artikel

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Die Roboter des French House

Was Daft Punk von den anderen Acts unterscheidet, die Mitte der 90er Jahre aus dem French House in den internationalen Mainstream aufstiegen, ist eine Art Gesamtkunstwerk: einerseits House-Musik mit Anleihen von Hip-Hop und Funk, andererseits futuristische visuelle Elemente, allen voran ihre berühmten Robotermasken, die die Gesichter des Pariser Duos aus Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter verschleiern. Das mit den Masken hätte die Band gar nicht selber entschieden, so Bangalter, im Studio sei nämlich ihr Sampler explodiert – und als die beiden wieder aufwachten, waren sie eben Roboter. Bei seiner Gründung im Jahr 1993 geht das Duo aus einer kurzlebigen Rockband hervor, die vom Melody Maker in einer Review harsch als „daft punky trash“ bezeichnet wird – das inspiriert die beiden, für ihr neues Projekt zu Synthesizer und Sampler zu greifen und als Daft Punk erste Tracks aufzunehmen. Ihre Acid-House-Single Da Funk besorgt ihnen 1995 in der Szene einen Hype, auf der Suche nach einem Label stoßen sie dann zum Universal-Ableger Virgin, spielen regelmäßig DJ-Sets in Paris und schon bald zum ersten Mal in den USA. Mit Songs wie ihrem Dance-Hit Around the World feiern sie schon bald Erfolge. Komplett in den eigenen vier Wänden aufgenommen, erscheint mit Homework im Jahr 1997 der erste Langspieler des Duos – und der schlägt ein wie eine Bombe. Die Vinyl kletter auf Platz drei der Charts, avanciert bald zum Klassiker des French House und lenkt gleichzeitig die internationale Aufmerksamkeit auf die Szene, aus der auch später Acts wie Bob Sinclar und Modjo hervorgehen.

Clubhits für das kulturelle Gedächtnis

Von Anfang an sind Daft Punk grundlegend am Visuellen interessiert, und eine Reihe an originellen Musikvideos für die Tracks vom Homework-Album erscheinen als Videomaterial unter dem Titel D.A.F.T.: A Story About Dogs, Androids, Firemen and Tomatoes. Zu diesem Zeitpunkt sitzen Bangalter und de Homem-Christo noch mit Tüten über dem Kopf im Interview. Für ihre Nachfolgeplatte Discovery im Jahr 2001 setzen sie erstmals ihre Roboterhelme auf und erobern mit der Nummer-Eins-Single One More Time die Clubs auf der ganzen Welt – das Duo inkorporiert gleichzeitig auch R&B-Einflüsse und kreiert ein weiteres divers angelegtes Disco-Album, das noch erfolgreicher als das Debut ausfällt. Dabei bringen Daft Punk mit tanzbaren Tracks wie Harder, Better, Faster, Stronger etliche Werke hervor, die heute im kulturellen Gedächtnis vieler verankert sind. Mit dem animierten Sci-fi-Musical Interstella 5555: The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem schafft die Band 2003 in Kooperation mit Mangazeichner Leiji Matsumoto zu ihrer Vinyl ebenso einen kunstvollen Begleitfilm. Ihre dritte Platte erscheint 2005 unter dem Titel Human After All und bildet, lose inspiriert durch George Orwells dystopischen Roman 1984, eine Art Konzeptalbum, das die Beziehung zwischen Mensch und Technologie erörtert. Die Band gibt keine Interviews, konzentriert sich stattdessen auf ihre künstlerische Vision und schwingt sich für ihre Musikvideos jetzt selber auf den Regiestuhl.

Auf der Suche nach Menschlichkeit

Mit Daft Punk’s Electroma bringt das Duo 2006 einen eigens produzierten Avantgarde-Streifen ins Kino, der zwei Roboter auf der Suche nach Menschlichkeit abbildet. Selbst komponiert haben die beiden für den Film diesmal überhaupt nicht – das Werk soll abseits ihrer Musik stehen. Den Soundtrack-Auftrag für den Blockbuster Tron: Legacy nehmen Daft Punk zwei Jahre später allerdings gern an und steuern eine Mischung aus Streicherkompositionen und Synthesizer-Klängen bei. Mit Pharrell Williams am Mikrofon landen sie 2013 den weltweiten Hit Get Lucky, der zu dieser Zeit bald zum am meisten gestreamten Song auf Spotify aufsteigt – das folgende Album Random Access Memories wird mit seinem diesmal eher organischen Sound zum massiven Erfolg, und das Duo erhält in diesem Jahr gleich fünf Grammy Awards. 2016 verhelfen sie The Weeknd zu mehreren Hitsingles – Bangalter und de Homem-Christo strecken ihre Arme in alle Richtungen aus, um als Produzenten zu helfen. 2021 geben sie dann plötzlich ihre Trennung bekannt, einen Grund für das Ende von Daft Punk nennen sie nicht.

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