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Staatsakt Vinyl, CD & Tape 33 Artikel

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Düsseldorf Düsterboys, The (International Music) - Nenn Mich Musik HHV Exclusive Limited Marbled Pink Vinyl Edition
Düsseldorf Düsterboys, The (International Music)
Nenn Mich Musik HHV Exclusive Limited Marbled Pink Vinyl Edition
LP | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
29,99 €*
Release:2019 / EU – Original
Genre:Rock / Indie, Pop
Preorder 25.10.2019
Limitiert auf 100 Stück. Nur bei HHV.

Als der US-amerikanische Musiker John Fahey 1959 unter dem Namen Blind Joe Death ein Album herausbrachte, hielten es viele Kenner für einen sensationellen Fund der frühen American Folk Music.
Wenn man 60 Jahre später das Debütalbum von The Düssseldorf Düsterboys hört, könnte man es durchaus auch für einen wiederentdeckten Schatz der Folkmusik halten.
Tatsächlich aber ist es das neueste Werk von Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti, die inzwischen viele Musikliebhaber*innen in diesem Land als die unverkennbaren Stimmen von International Music kennen dürften. Ihr Album „Die besten Jahre“ aus dem April 2018 halten nicht wenige für die stärkste deutschsprachige Platte der letzten Jahre.

Nun also „Nenn mich Musik“, das unter Fans langersehnte Debütalbum von The Düsseldorf Düsterboys, die Peter und Pedro als Duo schließlich schon lange vor International Music gegründet haben. Um das Verwirrspiel mit den unterschiedlichen Band-Identitäten perfekt zu machen, haben Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti mit Edis Ludwig am Schlagzeug und Fabian Neubauer an Orgel und Klavier The Düsseldorf Düsterboys nun kurzerhand zum Quartett erklärt. Und wieder hat Produzent Olaf O.P.A.L. sie extrem gut in Szene gesetzt. Vor allem dann, wenn sich auf den Aufnahmen gelegentlich ein paar Holzblasinstrumente zur Band dazugesellen: Was für ein Sound! Die Düsterboys nennen es schlicht und einfach: Musik.

„Oh Mama halt mich aus / halt mich aus dem trouble raus / denn ich habe ein Gefühl / es bringt nicht viel“

Mit diesem Chor beginnt dieses 16 Lieder umfassende Werk, und vom ersten Moment an fühlt man sich in der musikalischen Gemeinschaft der Düsterboys so geborgen wie ein Kind in Mutters Schoß, während draußen hinter dem Fenster gerade jeder für sich eine eigene Dystopie entwirft.

Anders als bei International Music ist Pedro Goncalves Crescenti vom Bass an die Gitarre gewechselt. Entsprechend weniger treibend klingen die Düsterboys. Aber es wäre auch ein Frevel gewesen, diese himmlischen Songs mit zu viel Rockenergie aufzuladen. So gibt es auf diesem Album kaum eine spürbare, irdische Gravitation. Außer vielleicht wenn in „Wie ein Henker“ plötzlich keiner mehr den Lenker des Lebens hält. Und im Boogie von „Messwein“ ließe sich sogar das Tanzbein auf dem Parkettboden schwingen. Ansonsten aber ist „Nenn mich Musik“ ein Album für die Party nach der Party: Ein intimer, etherischer, hochgradig psychedelischer Drift. Manchmal brauchen die Düsterboys nur wenige Worte, um ihren Songs über die Kraft einer Muse oder den nächtlichen Spaziergang zur Tanke den nötigen Ausdruck zu verleihen. Und spätestens, wenn der Gesang wieder mehrstimmig wird, ziehen sie uns mit jeder einzelnen, gesungenen Silbe in ihren Bann. Selbst wenn es im Liedtext nur um das Glühen einer Zigarette geht. Feinstoffliche Songs für die Raucherecken des Lebens.

Den Bandnamen hat Peter eines Nachts geträumt. Sein Freund Pedro begriff den Traum als eine Art göttliche Weisung und fortan hießen sie bei ihren Auftritten als Duo in Kneipen und Bars ganz selbstverständlich The Düsseldorf Düsterboys.
Ihre allererste Hitsingle „Teneriffa“ - schon vor über drei Jahren veröffentlicht - befindet sich auch auf dem Album. Allerdings in einer neu aufgenommenen Version, die nun klingt wie ein ein Bananaboat-Trip mit Kevin Ayers. Oder ein Song von Harry Nillsson.
Diese beiden genannten Herren hätten sicher auch eine große Freude am fabelhaften Artwork des Albums gehabt. Der Kinderbuch-Illustrator und Holzstecher Hans Joachim Behrendt hat zu jedem Song ein Motiv entworfen und sie auf dem Cover kreisförmig angeordnet. Allein in seiner Bilderwelt lässt es sich eine halbe Ewigkeit verweilen.
Der Düsterboys-Song „Kneipe“, den der Fan bereits durch die International Music-Version kennt, wird auf „Nenn mich Musik“ zusammen mit der Band DC Schneider gesungen, deren Stimmen wir auch im Song „Kaffee aus der Küche“ im Chor hören.
Ein neues International Music Album soll übrigens 2020 aufgenommen werden.
Bis dahin verweilen wir auf „Nenn mich Musik“, mit 16 Liedern, denen eine Gelassenheit innewohnt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Woher die Düsterboys in diesen Zeiten diese Ruhe nehmen, bleibt bis in alle Ewigkeit ihr Geheimnis. Wobei: In „Zimmer deiner Wahl“ hört man Peter und Pedro mehrfach „Hauptsache ausschlafen“ im Chor singen.
Das könnte ein wichtiger Hinweis zur Quelle ihrer großen Kunst sein.
Die Kerzen - True Love HHV Exclusive Mint Green Marbled Vinyl Edition
Die Kerzen
True Love HHV Exclusive Mint Green Marbled Vinyl Edition
LP | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
26,99 €*
Release:2019 / EU – Original
Genre:Pop
Limitiert auf 100 Stück /// HHV Exclusive Colored Vinyl Edition ///

HHV und Staatsakt tun sich für diese Sonderedition zusammen und bieten Euch das erste Album "True Love" nach der grandiosen Kassette "Erotic International" in einer Supersonderspezialedition für HHV Kunden. Du kennst die Kerzen gar nicht? Wie geht das denn? Die Kerzen sind die(!) neue Pop-Sensation aus deutschen Landen. Genauer gesagt, aus Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Nun, Pop ist ein weites Feld, daher lohnt die Präzisierung: Der Popentwurf der Kerzen kreist mindestens um die Pole Dream-Pop, Blue Eyed Soul und New Romantic, alles Styles und Gattungen, die dank General Midi, MTV, VHS, Fanzines und Modezeitschiften bereits in den Achtziger Jahren populär wurden. Die Kerzen – namentlich Fizzy Blizz, Die Katze, Jelly Del Monaco und Super Luci - haben das goldene Popjahrzehnt aus Gründen später Geburt nicht miterlebt. Sie kennen die besagten Styles aus Second-Hand-Läden und dem Internet. Doch Die Kerzen sind beherzte Spürnasen und versierte Pop-Autodidakt*innen. Sie kennen Bananarama eben nicht nur als Stock, Aitken & Waterman-Produkt, sondern bereits als Background-Sängerinnen aus Terry Halls Fun Boy Three. Sie haben die Popgeschichte von der Jukebox bis in die Cloud in sich aufgesogen in der Mecklenburgischen Diaspora, in der es über viele Jahre außer Kneipenabstürzen in Peters Pub und Filmen mit Al Pacino keine nennenswerten kulturellen Alternativen gab: Hits schreiben statt Abfrusten! Luci, Fizzy und die Katze machen schon seit Kindheitstagen gemeinsam Musik, doch erst der Einstieg von Jelly del Monaco und ihrer Querflöte markiert den Beginn der Kerzen als Die Kerzen. „Blue Jeans“ heißt ihr lässig zurückgelehnter Album-Opener, der der Hose der Halbstarken ein slickes Ständchen widmet. Was Die Kerzen neben ihrem komplett selbst-produzierten, funky New-Wave-Pop-Update auszeichnet, sind ihre pointierten Texte zwischen coolem Wissen und deutschem Provinzpopvokabular, in dem wie im Song „Saigon“ der DJ im Berghain schon mal ganz selbstverständlich zum Tanz aufruft. Wie auf Tante Ernas 60. Geburtstag. Bei den Kerzen blenden Dorfdisco und urbane Clubkultur ineinander über in ein hochinteressantes Sittengemälde unserer Zeit (In the Mix!). Ja, all is here full of love. True Love. Und wenn die Hormone ausrasten, dann heißt es am Ende von „Saigon“ plötzlich „Japan Indonesien”. Nicht weil es zwingend einen Sinn ergibt, sondern weil es so gut klingt. Die Kerzen bedienen sich im Popsupermarkt mit großer Leichtigkeit und durchmischen die Zutaten wie es ihnen gefällt. Eben weil sie sich mit alldem so gut auskennen. Und wenn es sich kurz mal komisch in der Magengrube anfühlt, dann ist es mindestens ein guilty pleasure. Also Fun, Fun, Fun und genau das, was coole Musique mit dem Haarbürsten-Mikro vor dem Schmink-Spiegel oder in der Toc-Toc-Gruppe mit den Friends immer schon war und sein sollte! Pop ist schließlich unser aller magischer wie mysteriöser Super-Ort, von dem niemand ausgeschlossen werden sollte. Everybody needs schließlich somebody: Bei den Kerzen ist Pop keine hyperironische Selbstvermarktungstechnik, sondern immer noch ein großes Versprechen. Auf dem Covergemälde von Helmut Kraus, Freund*innen des Labels Staatsakt bekannt durch die Cover für Der Mann bis Andreas Dorau, sehen wir Die Kerzen als Binge-Watcher auf der Leder-Couch herumlungern. Als Vertreter*innen ihrer Generation, die der Autor Michele Serra in seinem gleichnamigen Roman liebevoll „Die Liegenden“ genannt hat. Aber diese extrem-smarten Mid-Twens kriegen doch erstaunlich viel gebacken, wie man in den Achtziger Jahren noch zu sagen pflegte. Neben dem Musikgeschäft wird in Kürze tatsächlich eine eigene Modelinie folgen. Jelly Del Monaco ist schließlich nicht nur Musikerin, sondern auch Modedesignerin. Vor Kurzem sind bis auf Super Luci alle Kerzen nach Berlin gezogen. Die Stadt, die sie im letzten Song „Solarium“ besingen. Die ganze Großstadt-Tristesse steckt in diesem Lied, die sich leider oft auch nicht besser anfühlt als die Kleinstadt-Wurstigkeit. Als hätten Die Kerzen bereits viele Berliner Winter durchlebt. Wie gut nur, dass sie immer wieder raus aus der Hauptstadt kommen. Ihr Studio befindet sich immer noch in Ludwigslust.
Die Türen - Exoterik HHV Exclusive White Vinyl Edition
Die Türen
Exoterik HHV Exclusive White Vinyl Edition
3LP+DL | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
27,99 €*
Release:2019 / EU – Original
Genre:Pop
Die Türen. Exklusiv bei HHV in Weiß. Limitiert auf 500. "Wir hören auf diesen Album mit seinen drei Schallplatten Gott (?), Madchester, Cosmic Disco, Postpunk, Krautrock und DUB DUB DUB! Neue Türen-Hits, die klingen, wo es spürbar Sicherheit gibt, Radio möglich ist, mit nächtlichen Rausch-Übersetzungen, zwischen dem Unwort ‘Jam‘ (um es mal zu re-emanzipieren) und der hohen Kunst der Improvisation, Cut-Up Experimente, Club-Sandwiches, Fetzen und epische Gebilde – also konkret: Flotte Nummern, entspannte Nummern, freche Nummern, witzige Nummern, mal mit, mal ohne Gesang, aber immer mit Parole, völlig offen, für was oder wen (Exoterik: für alle!). Die Türen steigen in Berlin vom Trans Europa um in den Regional Express.
Das klingt mal nach einem etwas rauschigen Proberaummitschnitt der versiertesten Band der Welt und im nächsten Augenblick dann wie eine HD-Studioproduktion der Genialen Dilletanten (sic!), tingelt zwischen Techno und Suicide-Geplucker, zwischen Diskurspop der Berlin-Bohème und Sun Ra, zwischen Kiffertraum und Rocknummer. Oder (prätentiös): Wie gelebter Situationismus.“ Hendrik Otremba.
Chris Imler - Maschinen Und Tiere
Düsseldorf Düsterboys, The (International Music) - Nenn Mich Musik Black Vinyl Edition
Düsseldorf Düsterboys, The (International Music)
Nenn Mich Musik Black Vinyl Edition
LP | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
25,99 €*
Release:2019 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
Preorder 25.10.2019
Als der US-amerikanische Musiker John Fahey 1959 unter dem Namen Blind Joe Death ein Album herausbrachte, hielten es viele Kenner für einen sensationellen Fund der frühen American Folk Music.
Wenn man 60 Jahre später das Debütalbum von The Düssseldorf Düsterboys hört, könnte man es durchaus auch für einen wiederentdeckten Schatz der Folkmusik halten.
Tatsächlich aber ist es das neueste Werk von Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti, die inzwischen viele Musikliebhaber*innen in diesem Land als die unverkennbaren Stimmen von International Music kennen dürften. Ihr Album „Die besten Jahre“ aus dem April 2018 halten nicht wenige für die stärkste deutschsprachige Platte der letzten Jahre.

Nun also „Nenn mich Musik“, das unter Fans langersehnte Debütalbum von The Düsseldorf Düsterboys, die Peter und Pedro als Duo schließlich schon lange vor International Music gegründet haben. Um das Verwirrspiel mit den unterschiedlichen Band-Identitäten perfekt zu machen, haben Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti mit Edis Ludwig am Schlagzeug und Fabian Neubauer an Orgel und Klavier The Düsseldorf Düsterboys nun kurzerhand zum Quartett erklärt. Und wieder hat Produzent Olaf O.P.A.L. sie extrem gut in Szene gesetzt. Vor allem dann, wenn sich auf den Aufnahmen gelegentlich ein paar Holzblasinstrumente zur Band dazugesellen: Was für ein Sound! Die Düsterboys nennen es schlicht und einfach: Musik.

„Oh Mama halt mich aus / halt mich aus dem trouble raus / denn ich habe ein Gefühl / es bringt nicht viel“

Mit diesem Chor beginnt dieses 16 Lieder umfassende Werk, und vom ersten Moment an fühlt man sich in der musikalischen Gemeinschaft der Düsterboys so geborgen wie ein Kind in Mutters Schoß, während draußen hinter dem Fenster gerade jeder für sich eine eigene Dystopie entwirft.

Anders als bei International Music ist Pedro Goncalves Crescenti vom Bass an die Gitarre gewechselt. Entsprechend weniger treibend klingen die Düsterboys. Aber es wäre auch ein Frevel gewesen, diese himmlischen Songs mit zu viel Rockenergie aufzuladen. So gibt es auf diesem Album kaum eine spürbare, irdische Gravitation. Außer vielleicht wenn in „Wie ein Henker“ plötzlich keiner mehr den Lenker des Lebens hält. Und im Boogie von „Messwein“ ließe sich sogar das Tanzbein auf dem Parkettboden schwingen. Ansonsten aber ist „Nenn mich Musik“ ein Album für die Party nach der Party: Ein intimer, etherischer, hochgradig psychedelischer Drift. Manchmal brauchen die Düsterboys nur wenige Worte, um ihren Songs über die Kraft einer Muse oder den nächtlichen Spaziergang zur Tanke den nötigen Ausdruck zu verleihen. Und spätestens, wenn der Gesang wieder mehrstimmig wird, ziehen sie uns mit jeder einzelnen, gesungenen Silbe in ihren Bann. Selbst wenn es im Liedtext nur um das Glühen einer Zigarette geht. Feinstoffliche Songs für die Raucherecken des Lebens.

Den Bandnamen hat Peter eines Nachts geträumt. Sein Freund Pedro begriff den Traum als eine Art göttliche Weisung und fortan hießen sie bei ihren Auftritten als Duo in Kneipen und Bars ganz selbstverständlich The Düsseldorf Düsterboys.
Ihre allererste Hitsingle „Teneriffa“ - schon vor über drei Jahren veröffentlicht - befindet sich auch auf dem Album. Allerdings in einer neu aufgenommenen Version, die nun klingt wie ein ein Bananaboat-Trip mit Kevin Ayers. Oder ein Song von Harry Nillsson.
Diese beiden genannten Herren hätten sicher auch eine große Freude am fabelhaften Artwork des Albums gehabt. Der Kinderbuch-Illustrator und Holzstecher Hans Joachim Behrendt hat zu jedem Song ein Motiv entworfen und sie auf dem Cover kreisförmig angeordnet. Allein in seiner Bilderwelt lässt es sich eine halbe Ewigkeit verweilen.
Der Düsterboys-Song „Kneipe“, den der Fan bereits durch die International Music-Version kennt, wird auf „Nenn mich Musik“ zusammen mit der Band DC Schneider gesungen, deren Stimmen wir auch im Song „Kaffee aus der Küche“ im Chor hören.
Ein neues International Music Album soll übrigens 2020 aufgenommen werden.
Bis dahin verweilen wir auf „Nenn mich Musik“, mit 16 Liedern, denen eine Gelassenheit innewohnt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Woher die Düsterboys in diesen Zeiten diese Ruhe nehmen, bleibt bis in alle Ewigkeit ihr Geheimnis. Wobei: In „Zimmer deiner Wahl“ hört man Peter und Pedro mehrfach „Hauptsache ausschlafen“ im Chor singen.
Das könnte ein wichtiger Hinweis zur Quelle ihrer großen Kunst sein.
Screenshots, The - Europa
Screenshots, The
Europa
LP | 2018 | EU | Original (Staatsakt)
23,99 €*
Release:2018 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
In nur 6 Monaten über 250.000 Plays, dreimal hintereinander in der Spotify-Playlist von Kult-Comedian Jan Böhmermann, schon das zweite Album am Start und das ganz ohne Label, Management oder Crowdfunding-Seite auf startnext – Das sind Kurt Prödel, Susi Bumms und Dax Werner alias THE SCREENSHOTS!

Sie veröffentlichten im April 2018 ihr erstes Album “Ein starkes Team” – 7 Songs mit einer Gesamtlänge 16 Minuten und 48 Sekunden, weil

wir in einer schnelllebigen Zeit leben. Man weiß nicht genau, wer sie sind, denn THE SCREENSHOTS sind die erste Twitterband in der Geschichte Deutschlands und rocken sich als Avatare “unironisch ins mark der postinternet-generation ” (sehrsehrgutetexte.com). Sie selbst beschreiben ihren Sound als “ehrlichen und geraden Punkrock aus der Powerstadt Krefeld”!

Diskurspop auf der Höhe der Zeit


Bei dieser Band vibriert alles komplett irre und auch Jens Balzer war in der ZEIT schon komplett angezündet von dem Debüt der drei Rocker*innen aus Krefeld: “Die Screenshots sind die deutsche Band des Frühjahrs.” (ZEIT 18/2018). Aber es gibt noch mehr starke Meinungen zu der Band, zum Beispiel von Ole Reißmann vom Fachmagazin BENTO, er schreibt spürbar angegeilt: “Gitarrenrock, wie man ihn zuletzt vor 20 Jahren unironisch gehört hat – mit Texten über Europa und Satire.” Für Hip-Hop-Experte Lars Weisbrod machen THE SCREENSHOTS sowieso “Diskurspop auf der Höhe der Zeit”.
Isolation Berlin - Vergifte Dich
Isolation Berlin
Vergifte Dich
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
16,99 €*
Release:2017 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
Frage: Wie umschifft man als Band die Klippe des schwierigen zweiten Albums? Ganz einfach: Man
schreibt die Songs fu¿r das zweite Album schon bevor das erste erscheint. Im Falle von Isolation
Berlin war ja das erste Album Und aus den Wolken tropft die Zeit“ gewissermaßen ihr zweites, denn
die EP-Kollektion Berliner Schule/Protopop darf durchaus als ihr erstes Album bewertet werden.
Schließlich heißt Album letztlich auch nur Sammlung – nicht mehr und nicht weniger.
Vergifte dich heißt die neue Platte, und sie knu¿pft nahtlos an ihr bisheriges Repertoire an, auch wenn
die Band scherzhaft behauptet, es sei ihr bisher unpersönlichstes Album. Doch auch hier wird wieder
geliebt und verlassen, gelebt und gehasst, gedacht und verzweifelt, getrunken und – vor allem – es
werden die richtigen Fragen gestellt. Auch, wenn die Antworten am Ende einer langen Nacht wieder
vergessen scheinen – oder gar nicht zu finden sind: Was, wenn es tatsächlich kein richtiges Leben im
Falschen gibt, kann es dann so etwas wie wahre Liebe in diesem Leben überhaupt geben? Wie soll
man sich in so einer Welt Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bewahren, wenn einem „Die Leute“ da
draußen nur Lu¿gen erzählen und, schlimmer noch, diese Lu¿gen leben? Ja, da platzt einem schon
mal der Kotzkragen!
Levin Goes Lightly - GA PS
Levin Goes Lightly
GA PS
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
15,99 €*
Release:2017 / EU – Original
Genre:Pop
Überall klaffen Lücken auf. Lücken zwischen den Generation, Lücken zwischen arm und reich, Lücken
zwischen Nord und Süd, Lücken zwischen Rechtspopulisten und Linken, zwischen Mann und Frau,
zwischen digital und analog, zwischen Dir, Dir selbst und den Anderen.
In genau dieser Lücke erscheint nun GA PS, das lückenschließende Album mit der doppelten Lücke
im Titel von Levin Goes Lightly. Bei Levin Goes Lightly muss der Fan unweigerlich an Truman Capotes
zauberhafte Figur Holy Golighlty aus Breakfast at Tiffanys denken.
Sieht man aber Levin Goes Lightly auf der Bühne stehen, dann sieht man vor allem eine zauberhafte,
glamouröse Kunstfigur, die nichts von Verkleidung, sondern von magischer Verwandlung wissen will.
Seine oder ihre Sing-Stimme klingt in ihrer Gesamtperformance überraschend maskulin, stark
unterkühlt, eher an Postpunk als Glamrock erinnernd. Fad Gadget oder Sisters Of Mercy kommen
einem in den Sinn. Aber auch das übertrieben tiefe Discotimbre von Amanda Lear. Und natürlich
immer wieder David Bowie in seiner Parade-Rolle als Ziggy Stardust.
GA PS klingt überaus zeitgemäß, erinnert aber gleichzeitig an einen ganzen Schrank voller
Lieblingsplatten.
Stereo Total - Les Hormones Blue Vinyl Edition
Stereo Total
Les Hormones Blue Vinyl Edition
LP+CD | 2016 | EU | Original (Staatsakt)
15,99 €*
Release:2016 / EU – Original
Genre:Pop
Das Songmaterial auf „Les Hormones“ kombiniert jede musikalische Mode
und fällt dabei extrem hittig, feministisch, schmissig und lässig aus. Das Album ist eine Sammlung
potenzieller neuer Lieblingslieder in vier Sprachen; deutsch, französisch, japanisch und englisch.
Die Kerzen - True Love
Baked Beans - Kamillentee / Prenzlauer Zwerg
Baked Beans
Kamillentee / Prenzlauer Zwerg
7" | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
5,94 €* 6,99 € -15%
Release:2019 / EU – Original
Genre:Pop
Kinder, was machen denn Maurice und Ramin von den Türen, der Mann und hastenichtgesehen da jetzt schon wieder? Mit Johannes von Weizsäcker. Musik. Für Kinder? Und Eltern, die von Musik für Kinder nicht immer genervt sein wollen, sondern auch unterhalten. Hier der Vorbote zum Album. Kleine Platte, die in kleine Hände passt.
Regierung, Die - Was
Regierung, Die
Was
LP | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
16,99 €*
Release:2019 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
„Was soll das?“, der vielleicht größte Hit in deutscher Sprache mit dem Adverb Was im Titel. „Was ist was“, die große Nerd Lektüre der Babyboomer-Generation. Was not was?! Na, everybody walks the dinosaur. Wobei die englische Entsprechung zum deutschen „Was“ ja eher „What“ ist. „Say, captain, say what!“ Wie oder was auch immer: Tilman Rossmy und seine Band Die Regierung veröffentlichen am 25.03.2019 ihr sechstes Studioalbum mit dem Titel „Was“. Nach der Essener Post Punk Sensation „Supermüll“, den legendären Hamburger Jahren auf „So allein“, „So drauf“, und „Unten“ sowie dem überraschenden Comeback-Album „Raus“ aus dem Jahre 2017 wird die Messlatte in Sachen schmallippiger Album-Titel nochmal ein paar Meter in den Himmel geschraubt. „Was“ ist das, was man eine autobiographische Platte nennen könnte. Sie handelt von Nervenzusammenbrüchen und Geistern. Und den ewig Verflossenen. Die ja auch alle Geister sind.. Aber „Was“ handelt auch vom Glück. Von Rossmys Entscheidung nach Hamburg zu ziehen zum Beispiel. Und dort in der Musikszene Menschen zu begegnen, die schon von ihm gehört hatten. Das Gefühl, am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein.
Dagobert - Welt Ohne Zeit
Arbeitsgruppe Zukunft (Julius Fischer, Marc-Uwe Kling, Boris The Beast, Michael Krebs) - Das Nächste Große Ding Fanbox
Arbeitsgruppe Zukunft (Julius Fischer, Marc-Uwe Kling, Boris The Beast, Michael Krebs)
Das Nächste Große Ding Fanbox
Box | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
32,19 €* 45,99 € -30%
Release:2019 / EU – Original
Genre:Hip Hop
Der Vorstand der Arbeitsgruppe Zukunft (Marc-Uwe Kling, Michael Krebs, Julius Fischer) legt allen Fans guter Musik nahe, sich möglichst schnell diese superkrassexklusive - auf 1000 (in Worten tausend) Stück limitierte -Arbeitsgruppe-Zukunft-Fanbox zu kaufen.
Die AGZ-Fanbox liefert mehr geile Gimmicks als ein Yps-Heft. Sie enthält, mit anderen Wort, voll viel Zeug, das kein Schwein braucht, das aber irgendwie witzig ist. Zuvorderst steckt in der Box natürlich das neue Album "Das nächste große Ding" und zwar als CD (old school), Schallplatte (voll old school), Notenbuch (mega old school) und Downloadcode (new school). Außerdem bekommt ihr …
- CD (old school),
- Schallplatte (voll old school),
- Notenbuch (mega old school)
- Downloadcode (new school)
* Einen Motivationsspiegel „Mitarbeiter(in) des Monats“ (Aus garantiert scherbenfreier Spiegelfolie)
* Ein Revolutionäres Fünffarbiges AGZ-Zeitmanagmentsystem („Kann, muss aber nich“ / „Muss, kann ich aber nich“ / „Mach ich morgen“ / „Warten bis es jmd. anderes macht“ / „Hat sich erledigt")
* Eine Grußkarte für eine Person, die man mag
* Eine Grußkarte für eine Person, die man nicht mag
* Aufkleber (voll viele)
* AGZ-Tourplakat
* Wendeposter - Ich arbeite gern für meinen Konzern / Ich bin nur froh im Großraumbüro
* Die Vergangenheit in der Zukunft (Eine Debut-CD von entweder Michael, Julius oder Marc-Uwe —> Spannung beim Öffnen garantiert —> AGZ-Wundertüte!)
Die Türen - Exoterik Black Vinyl Edition
Die Türen
Exoterik Black Vinyl Edition
3LP+DL | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
31,49 €* 34,99 € -10%
Release:2019 / EU – Original
Genre:Pop
"Wir hören auf diesen Album mit seinen drei Schallplatten Gott (?), Madchester, Cosmic Disco, Postpunk, Krautrock und DUB DUB DUB! Neue Türen-Hits, die klingen, wo es spürbar Sicherheit gibt, Radio möglich ist, mit nächtlichen Rausch-Übersetzungen, zwischen dem Unwort ‘Jam‘ (um es mal zu re-emanzipieren) und der hohen Kunst der Improvisation, Cut-Up Experimente, Club-Sandwiches, Fetzen und epische Gebilde – also konkret: Flotte Nummern, entspannte Nummern, freche Nummern, witzige Nummern, mal mit, mal ohne Gesang, aber immer mit Parole, völlig offen, für was oder wen (Exoterik: für alle!). Die Türen steigen in Berlin vom Trans Europa um in den Regional Express.
Das klingt mal nach einem etwas rauschigen Proberaummitschnitt der versiertesten Band der Welt und im nächsten Augenblick dann wie eine HD-Studioproduktion der Genialen Dilletanten (sic!), tingelt zwischen Techno und Suicide-Geplucker, zwischen Diskurspop der Berlin-Bohème und Sun Ra, zwischen Kiffertraum und Rocknummer. Oder (prätentiös): Wie gelebter Situationismus.“ Hendrik Otremba.
Arbeitsgruppe Zukunft - Das Nächste Große Ding
Arbeitsgruppe Zukunft
Das Nächste Große Ding
LP | 2019 | EU | Original (Staatsakt)
12,59 €* 17,99 € -30%
Release:2019 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
Die Medien haben behauptet, die Arbeitsgruppe Zukunft hätte sich aufgelöst. Das ist eine Lüge! Das sind Fake News! Im Gegenteil: Die AGZ arbeitet konstant an dem nächstenXXXXXXXX besten Album, das jemals eine Band im ganzen Universum – und in allen bekannten Paralleluniversen – erschaffen hat.

Jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein zutiefst unehrlicher Mensch. Traurig. Es ist auch nicht wahr, dass es Spannungen in der AGZ gibt! Die AGZ ist eine perfekt aufeinander abgestimmte, schnurrende Maschine! Es ist eine Lüge, dass Julius Fischer immer das ganze Catering für sich allein beansprucht! Auch Boris the Beast beansprucht das ganze Catering für sich allein! Es ist auch eine Lüge, dass Marc-Uwe Kling nur drei Gitarrenakkorde beherrscht. Es gibt niemanden, der mehr Gitarrenakkorde beherrscht als er! Nicht mal Onkel! Und der ist Schlagzeuger! Es ist eine weitere Lüge, dass Michael Krebs Musikpädagogik studiert hat. Er ist Holzfäller und ihm geht’s gut! Kurz gesagt: Wenn die Menschheit noch eine Zukunft haben soll, wird es höchste Zeit, dass die Arbeitsgruppe Zukunft zurückschlägt! „Das nächste große Ding“ wird am 01. Februar 2019 erscheinen. Auf Tonträgern und als Musik im Internet.
Jens Friebe - Fuck Penetration
Jens Friebe
Fuck Penetration
LP | 2018 | EU | Original (Staatsakt)
19,79 €* 21,99 € -10%
Release:2018 / EU – Original
Genre:Organic Grooves
Jens Friebe hat es wieder getan! Er hat sich schon wieder einen unschlagbaren Album-Titel ausgedacht. Nach dem famosen „Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert“ und dem nicht weniger fantastischen „Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus“ folgt nun knapp und zeitlos präzise: „Fuck Penetration“! Wie der Titel andeutet, ist Jens Friebes sechstes Album sein britischstes geworden. Mehr als die Hälfte seiner Texte sind in englischer Sprache verfasst.

Im Zeitalter von Regionalwahn, Deutschpop und Brexit sicher eine gute Idee, wieder verstärkt in der Muttersprache des Pop zu singen. Auf dem kongenialen Cover – gestaltet von Stefan Papst von der Gruppe Ja, Panik – sehen wir eine Kupferstichcollage mit dem Motiv der Moskauer Universität.
Im Hof eine penible Gartenanlage, eine imperiale Schiffsflotte und up in the sky: ein imposantes Feuerwerk. Beinahe erotisch. Ja, zu was der Mensch nicht alles in der Lage ist, wenn er die Energie seiner niedersten Triebe in etwas Sinnvolles steckt. In die Kunst zum Beispiel.

Jens Friebe gilt ja vor allem als dieses wortwitzige Mysterium, das zwischen Pop- und E-Musik, den großen und den kleinen Gesten und den Club- und Theaterbühnen so gekonnt changiert wie zwischen den Geschlechterrollen. Allerdings darf das nicht verwechselt werden mit einer pseudopostmodernen Haltungsverweigerung. Friebe ist kein Nihilist, sondern ein Humanist, der durchaus an die Power der Diva glaubt. Sie oder er hält den Laden schließlich am Laufen! „Fuck Penetration“ will was!! Das wird, vom titelgebenden fröhlichen Aufschrei gegen Phallokratie und Phantasielosigkeit abgesehen, wohl am deutlichsten beim Song „Charity/Therapy“, in dem eine so naive wie tiefe Frage gestellt wird: Was wäre, wenn „das seltsame Wesen“, das der Mensch ist, sein Wissen für sein Glück einsetzen würde, statt zur Vernichtung der Konkurrenz und der Welt?

Die Antwort ist der Refrain: „We wouldn’t need Charity / And we wouldn’t need therapy“.
Was in den Song-Strophen noch in eine surreale Bildwelt gehüllt ist, tritt im klimatischen Mittelteil gleichzeitig lakonisch und kämpferisch zutage: „Es ist schön, den Armen was abzugeben / Es ist schön, den Traurigen zuzuhören /Am Schönsten wär‘ was jedes Leben / traurig und arm macht zu zerstören“. Aber auch ein Song wie „Worthless“, der die scheinbar intimste Tragödie scheiternder Liebe betrauert, stellt überraschende Verbindungen her zwischen der kleinen privaten Krise und der großen allgemeinen, zwischen Tauschwert und Selbstwert, wenn es heißt: „When money is afraid of being worthless, it becomes a house or a piece of art / When you are afraid of being worthless, you tear out my heart...“

Dieses Album zeigt den Menschen in seiner ganzen merkwürdigen Gestalt: Zum Größten und Schönsten bewundernswert fähig, aus bekannten wie unerklärlichen Gründen aber immer irgendwie gekränkt und allzeit bereit, seine Mitmenschen zu demütigen. Eine Herrschaft in ewiger Unzufriedenheit, mal in „hasserfülltem Glück“, mal gefangen im Trugschluss: „Only because you‘are jealous, doesn‘t mean your in love“.

Aber so lange sich jeder, der sich wie ein Stranger in dieser fremden Welt fühlt, abends in einen „Special People Club“ gehen kann, um dort auf andere Fremde zu treffen, drehen wir den Beat gerne lauter. Der Songtitel spielt auf den Film „Welcome to the Dollhouse“ von Todd Solondz an, in dem die nerdige Außenseiterin Dawn Wiener einen solchen „Special People Club“ gründet, bloß um im Laufe des Films festzustellen, dass „Special People“ eine Umschreibung für behinderte Menschen ist.

Von komischen, unfreiwilligen Verwechslungen zum langweiligsten Gender-Objekt der Welt: Dem weißen, heterosexuellen Mann. Friebe kuratierte 2015 im Berliner Theater HAU die Veranstaltung „Männlich, weiß, heterosexuell“ und führte dort zum ersten Mal die Nummer „Queer“ auf. Ein kurzer, knackiger Konstatier-Boogie für all jene männlichen, weißen, heterosexuellen Geschlechtsgenossen, die als sture Alphatiere die kunterbunte Queerness für sich entdeckt haben, ohne auch nur einen Millimeter von ihren alten Gewohnheiten abzurücken: „Ich schau Fußball und trink Bier, ich schlaf nur mit Frauen – call me queer!“ Alles gleichzeitig zu sein – „und das Gegenteil davon“, das kriegen nicht mal die Härtesten hin.

Umso diebischer die Freude, wenn Friebe dann zusammen mit seinem alten Wegbegleiter Linus Volkmann – von dem auch ein Großteil des Songtextes stammt – im Lied „Es leben die Drogen“ all die chemischen Stoffe besingt, die den Hormonhaushalt des Mannes wirklich durcheinanderbringen. Eine Hymne auf das Kaputte und all die Risiken und Nebenwirkungen, vor denen kein Werbespot jemals gewarnt hat.
In dem Bizarr-Schlager „Tränen eines Hundes“, den Joe Meek geliebt hätte, gibt Jens Friebe sein Mikrophon an eine Kollegin ab: Es singt die berühmte Jodlerin (!) Doreen Kutzke über den bevorstehenden Verlust eines Vanshing Twins, der ihr aus dem Kopf entfernt werden soll. Spätestens seit Elvis Presley wissen wir von den berühmten „Twinless Twins“ und dem Vanishing Twin Syndrome, einer psychischen Störung, bei Menschen, die im Uterus einen Bruder oder eine Schwester verloren haben. Das Stück wurde uraufgeführt in der bigNOTWENDIGKEIT-Theaterproduktion „Road Movie“, in einem Autokino.

Insgesamt ist „Fuck Penetration“ eine bunte, wilde Revue geworden! Getragen von einem schillernden Background-Chor (Pola Schulten von Zucker, Vera Kropf von Luise Pop und Gwendolin Tägert von Mondo Fumatore), singt Friebe sich durch ein Programm, das für seine Verhältnisse partyatmosphärisch nahe an den Siebzigern gebaut ist. Die galahafte Melancholie Scott Walkers hört man ebenso raus, wie Two Tone, Disco oder Glam-Rock: Something/Anything goes.

Dass die Musik nicht in Retromanie erstirbt, sondern neu, eigen und aufregend klingt, liegt nicht zuletzt an Jens Friebes langjährigen Mitstreitern: dem Produzenten Berend Intelmann und an Schlagzeuglegende und Avantgarde-Musiker Chris Imler, der im Oktober übrigens sein zweites Album „Maschinen und Tiere“ veröffentlicht – ebenfalls auf Staatsakt.

Spätestens wenn wir mit Captain Friebe und seiner Crew als Argonauten rausfahren aufs endlose Meer oder in den Space (das Internet?), um ein goldenes Vlies zu suchen oder irgendeiner anderen rettenden Idee hinterherjagen, wird klar: Niemand sonst in Deutschland schafft es, aus dem Stoff einer griechischen Sage einen Popsong zu erschaffen, der auch noch als zeitgemäße Gesellschaftskritik funktioniert: „Take me out, Argonaut!“ Ja, bitte! Unbedingt: Nimm uns mit!

Und wenn Chris Imler im Song „Herr der Ringe“ das Mikrophon übernimmt, nachdem Friebe vorher das ganze Werk Tolkiens auseinandergenommen hat - und den Titel als arabeskes Mantra vorträgt, wird auch dem letzten Zweifler klar: „Fuck Penetration“ ist das Album, auf das wir alle gewartet haben: Straight oder queer!

Zum Schluss bleiben eigentlich nur zwei Fragen offen: „Is it enough, love?“ und „Is love enough?“.

Maurice Summen
Gorilla Club - 1 2 3 4
Doc Schoko - Stadt Der Lieder
Doc Schoko
Stadt Der Lieder
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
14,39 €* 15,99 € -10%
Release:2017 / EU – Original
Genre:Pop
Doc Schoko denkt sich überall und dauernd Musik aus. Mit Freundinnen und Freunden, allein oder
zusammen mit vielen anderen, auf jedem erreichbaren Instrument. Auf diese Weise wirkt Doc Schoko
als leider noch viel zu oft übersehener Musician`s musician, der anderen Mut eingibt. Und eine Lust,
die auch ihn selbst ansteckt. Doc Schoko liefert dafür seit langer Zeit immer wieder beste Beispiele.
Wenn er gerade nicht als Support Act mit der einen legendären Band tourt, mit einer anderen
legendären Band im Studio aufnimmt oder Kompositionen für Theaterstücke schreibt und aufführt,
dann veröffentlicht er in aller Ruhe und Gelassenheit Lieder unter seinem Namen. Dieses Jahr ist es
wieder soweit. Doc Schoko nimmt sein Publikum auf seinem neuesten, vierten Album als Reiseleiter
mit auf eine Tour durch die Stadt der Lieder. Die Musik ist für Musiker ein heißgeliebtes
Zuschussgeschäft geworden. In der Stadt der Lieder müssen deren Einwohner mitten im Kapitalismus
ohne Kapital auskommen. Dafür finden sie hier heraus, was Musikmachen ist: Eine romantische
Unternehmung in einer gnadenlosen Umgebung.
Reverend Christian Dabeler / Hele Dube - Deichbullen
Reverend Christian Dabeler / Hele Dube
Deichbullen
7" | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
5,59 €* 6,99 € -20%
Release:2017 / EU – Original
Genre:Film / TV
"Zum Start der Deichbullen-TV-Serie auf Netflix wird der Soundtrack dazu als 7" Vinyl auf Staatsakt
veröffentlicht. Zu Erinnerung: Deichbullen war die kleine, selbstproduzierte Indie-Webserie von
Regisseur Michael Söth, in der 2 Hamburger Polizisten hinter den Deich versetzt werden, um auf den
mysteriösesten Fall ihres Lebens zu stoßen. Eine großartig, langsam erzählte Story.
Nachdem die DBs unerwartet mehrere Internationale Preise und Nominierungen erhalten haben, war
es den Machern nun möglich mit der Unterstützung von Studio Hamburg eine ausgewachsene erste
Staffel zu produzieren. Mit dabei in einer der Hauptrollen: Staatsaktkünstler Reverend Christian
Dabeler, der gemeinsam mit Helge Dube die Songs zur Serie geschrieben hat."
Maurice & Die Familie Summen - Bmerica
Zwanie Jonson - Eleven Songs For A Girl
Zwanie Jonson
Eleven Songs For A Girl
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
15,99 €*
Release:2017 / EU – Original
Genre:Rock / Indie
Auf seinem dritten Album bereist der zum Vollzeit-Songwriter gewordene Hamburger Schlagzeuger die kalifornische Westcoast. Disco-Ausflüge inklusive.
mESMO - The Same Inside
mESMO
The Same Inside
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
12,79 €* 15,99 € -20%
Release:2017 / EU – Original
Genre:Pop
Gleiches und gleiches gesellt sich gern.
Produzentenmusik, Studioalbum, Studiomusiker. Schöne Begrifflichkeiten aus den siebziger Jahren, als ein Tonstudio noch den Mythos eines Raumschiffs aus der Zukunft umgab. Man denkt unweigerlich an Schnauzbartträger im Bademantel, HiFi-Wände, Meterlange Mixkonsolen, Selbstgedrehte und Keyboardburgen.
Heute hat ja jeder mit seinem Laptop ein Musikstudio im Schlafzimmer stehen. Meint man so – stimmt natürlich nicht! Man kann zwar ganz ordentlich Musik auf seinem Computer produzieren, so wie man heute auch ganz ordentliche Fotos mit seinem Handy machen kann, aber die großen Mädchen und Jungs spielen nach wie vor am liebsten im Studio-Raumschiff.
Staatsakt veröffentlicht mit „The Same Inside“ von mESMO eine echte Studioplatte. mESMO ist portugiesisch und bedeutet das Gleiche. Hinter mESMO (nur echt mit kleinem m) stecken die Musiker, Songschreiber und Produzenten Vredeber Albrecht und Lars Precht. Obwohl bei fast jedem Album-Stück ein anderer Sänger oder eine andere Sängerin die Songs der mESMO-Brothers singt, ist „The Same Inside“ ein in sich schlüssiges Album geworden.
Die Regierung - Raus
Die Regierung
Raus
LP | 2017 | EU | Original (Staatsakt)
15,99 €*
Release:2017 / EU – Original
Genre:Pop
Staatsakt heißt die Die Regierung willkommen. Genauer gesagt: Ihr neustes Studioalbum! Dem Anlass entsprechend gibt es eine Laudatio von Frank Spilker.

Die Regierung und später die Solo Alben von Tilman Rossmy waren in den neunziger Jahren ein selbstverständlicher Bestandteil der so genannten Hamburger Schule. Etliche Jahre nachdem der Sänger sich „französisch verabschiedet“ hat, wird (2015) das Debut Album der Band aus dem Jahr 1984, „Supermüll“, wieder herausgebracht und zwingt die Band dazu, die Sache mit dem Abschied zurückzunehmen, weil sie sich selbst so gut findet.

Nach einem Besuch des Reunion-Konzerts im Hamburger Knust, kann man das nur bestätigen: Lange wurden sie vermisst, diese großen emotionalen Momente, die Tilman Rossmys lakonische wie weltkluge Geschichten im Zusammenklang mit der Musik erschaffen. Das Ganze ist definitiv mehr als die Summe seiner Teile, und die Herren beschließen am Ende ihrer Tour: „Ohne Regierung geht es nicht weiter.“ Das Ergebnis halten Sie in den Händen: „Raus.“

Der Sound ist schon mal die erste Überraschung: Die beständigen und als Markenzeichen der Band eingetragenen Achtel-Bässe werden von munter zwischen die Schläge verteilten Special-Effects flankiert.
Chuckamuck - Sayonara
Chuckamuck
Sayonara
7" | 2016 | DE | Original (Staatsakt)
6,99 €*
Release:2016 / DE – Original
Genre:Rock / Indie
10 Jahre Chuckamuck! Zum Jubiläum gibt es jetzt zwei neue Songs. Einen 77er Punk-Stampfer namens „Sayonara“ und als exklusive B-Seite die Johnny Cash Cover-Version „Let The Train Blow The Whistle“. 2017 erscheint dann endlich ein neues Album.
All diese Gewalt - Welt In Klammern
All diese Gewalt
Welt In Klammern
LP | 2016 | DE | Original (Staatsakt)
15,29 €* 16,99 € -10%
Release:2016 / DE – Original
Genre:Rock / Indie
All Diese Gewalt ist das Soloprojekt von Max Rieger, den Kenner bereits von Die Nerven kennen dürften. Unter dem Namen All diese Gewalt hat Max Rieger nun sein zweites Soloalbum aufgenommen: Es heißt „Welt in Klammern“ und ist ein dunkelbunt funkelnder Strauß aus Geräuschen, Drones, Vogelgezwitscher und wundervollen Melodien, die sich sogleich im Gehör zu verhaken beginnen. Es geht um das Wegfliegen und Loslassenkönnen, um Angst vor der Leichtigkeit und vor dem Verlust, aber auch um das Vertrauen in die heilenden Kräfte der Ambivalenz. All diese Gewalt bewegt sich entlang der musikalischen Linien, die man auch von Die Nerven kennt. Doch sind die schroffen Klänge und die splittrigen Abstraktionen des Postpunk in weiche, fließende Formen geflochten; nicht der Break, der überraschende Wechsel ist hier das Leitmotiv der Dramaturgie, sondern der unmerklich organische Wandel, an dessen Ende man sich fragt, wie man eigentlich in diesen Klang, in diese musikalische Sphäre gelangen konnte. Die Songs sind eigentlich keine Songs, sondern Kräftefelder – Geflechte aus Intensitäten, flirrende Muster: Klangbilder, die erst nachträglich sich in die Zeit zu erstrecken begonnen haben.
Albrecht Schrader - Leben in der Großstadt
Sleep - Sleep
Rocko Schamoni & Mirage - Die Vergessenen
Erfolg - Erfolg
Locas In Love - Use Your Illusion 3 & 4
Almut Klotz & Reverend Dabeler - Lass Die Lady Rein
Zwanie Jonson - I'm A Sunshine
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